Hajdú István törcsvári porkoláb kéziratos kötete – Két ismeretlen magyar vers Báthori Gábor fejedelem korából

  • András Bándi
  • Péter András Szabó

Absztrakt

Bándi András, Szabó András Péter, Der handschriftliche Band des Törzburger Kastellans Hajdú István - Zwei unbekannte ungarische Gedichte aus der Zeit von Báthori Gábor


 


Im Jahre 2001 wurde aus dem Bestand des Schenker Kapitels eine bisher völlig unbekannte Handschrift des 18. Jahrhunderts in das Zentralarchiv der Evangelischen Kirche A. B. in Rumänien (Hermannstadt) überführt. Der Band wurde hauptsächlich von István Hajdú (1687-1748), Törzburger Kastelllan und dessen Schwiegersohn József Szeli (1741-1815), ungarischer Pfarrer in Kronstadt und Langendorf zusammengestellt und enthält einkopierte Texte gemischter Gattung, die einerseits zur Erledigung praktischer Aufgaben dienten, andererseits bezeugen sie vom aktiven Interesse der ungarisch-burzenländischen Intellektuellen an einheimischer Geschichte. István Hajdú ist vor allem als Besitzer der ältesten handschriftlichen Gedichtsammlung in ungarischer Sprache bekannt. In den kürzlich aufgetauchten Band hat Hajdú eine wertvolle Familienchronik, welche zum Teil auf die Ereignisse innerhalb der ungarisch-evangelischen Kirchengemeinde Kronstadts Bezug nimmt, sowie andere Texte juristischen, historischen und medizinischen Inhalts aufgenommen, von denen der interessanteste eine 1723 angefertigte ungarische Fassung vom Eigendlandrecht ist (Übersetzer unbekannt). József Szeli heftet dem Band die Leichenrede für seinen Schwiegervater an und ergänzt ihn mit mehreren historischen Quellen, wie z. B. mit dem Enchiridion (1659) des Martin Harnung, eine Sammlung von historischen und juristischen Notizen zu den Kirchengemeinden des Burzenlandes, oder die lateinische Fassung der Approbatae Constitutiones (1653) des Wurmlocher Pfarrers David Hermann. Der eigentliche Schatz des Bandes sind allerdings zwei bisher unbekannte ungarische Gedichte des 17. Jahrhunderts in der Handschrift des István Hajdú. Die Hauptfigur und zugleich Narrator der zwei prosopopöischen Gedichte ist die 1593 durch Fürst Zsigmond Báthori gegossene „Wolf-Kanone“, eine Zierwaffe, die 1612 von Fürsten Gábor Báthori zur Einschüchterung der Sachsen nach Hermannstadt angeschleppt wurde. Im zweiten Teil unseres Beitrags untersuchen wir die zwei Gedichte aus der Perspektive der Propagandaarbeit der Báthori-Anhängerschaft, sowie deren Entstehung und besonderen Eigenschaften. In diesem Zusammenhang möchten wir einzelne, weniger bekannte Teilaspekte der Geschichte dieser einzigartigen siebenbürgischen Waffe beleuchten. 

Megjelent
2017-11-07
Hogyan kell idézni
BÁNDI, András; SZABÓ, Péter András. Hajdú István törcsvári porkoláb kéziratos kötete – Két ismeretlen magyar vers Báthori Gábor fejedelem korából. Magyar Könyvszemle, [S.l.], p. 129–155, nov. 2017. ISSN 0025-0171. Elérhető: <http://ojs3.mtak.hu/index.php/mksz/article/view/325>. Közzététel dátuma: 12 dec. 2017. doi: https://doi.org/10.17167/mksz.2017.2.129–155.
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